Während der Reha entdeckte er die Leidenschaft für den Ausdauersport und insbesondere für den Triathlon. Inzwischen hat er diverse sportliche Ausdauerwettkämpfe bestritten, unter anderem dreimal die Langdistanz „Challenge Roth“ (3,8 Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen) in unter zehn Stunden zurückgelegt.

Wie halten Sie sich im Alltag fit?

Ich fahre regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit, und die Mittagspause nutze ich gern für einen kurzen Trainingslauf. Häufig bringt mich so eine aktive Pause auf neue, frische Gedanken und sie baut eine Menge Stress ab.

Vor der Arbeit gehe ich gerne ins Schwimmbad. Danach hat man das gute Gefühl, sein Tagespensum schon vor der Arbeit erledigt zu haben.

Haben Sie Tipps für unsere Leser, welche Trainingsmethoden am effektivsten sind?

Grundsätzlich versuche ich, bereits meinen Alltag aktiv zu gestalten. Auch im Bürojob ist das möglich: häufig die Sitzposition verändern, die Treppe statt den Fahrstuhl nutzen, regelmäßig aufstehen und einfach mal zum Kollegen persönlich gehen, statt nur per interner E-Mail oder Telefon zu kommunizieren.

Apropos Telefonate: Die kann man auch im Stehen führen. Meine sportlichen Einheiten gestalte ich lieber „kurz & intensiv“ als „lange & langsam“. Mit einem Vollzeitberuf und als Familienvater mit zwei Kindern ist Freizeit ein hohes Gut. Der Sport darf dann ruhig richtig fordernd sein.

Ich bin ein großer Anhänger von HIT („High Intensity Training“). Noch kürzer und intensiver ist das „Tabata-Traning“. Hier reichen vier Minuten völlig aus: acht Durchgänge im Wechsel von 20 Sekunden voller Intensität und zehn Sekunden Erholung.

Viele Büroangestellte treiben nur wenig Sport – woran erkenne ich, dass ich im Alltag zumindest genug Bewegung habe?

Häufig schätzt man ja die eigene Bewegung im täglichen Leben total falsch ein. Man ist der Überzeugung, dass man einen aktiven Lebensstil mit genug Bewegung pflegt, aber die Realität sieht oft anders aus: Mit dem Auto zur Arbeit, dann ein paar Meetings und der regelmäßige Gang zur Kaffeeküche – da kommt nicht viel zusammen.

Nach der Nutzung unseres Activity Trackers ACTIVO war ich regelrecht erschrocken. Am Ende eines typischen Bürotages stehen 2.000 bis 3.000 Schritte zu Buche. Das sind nicht einmal zwei Kilometer.

Welche Übungen sind auch zu Hause ohne Geräte möglich?

Für die Athletik und Rumpfstabilisation bevorzuge ich dynamische Übungen, bei denen möglichst viele Muskeln zusammenarbeiten müssen. Ein Training „zu Hause“ erfordert nach meiner Meinung eine sehr hohe Disziplin, da es im Alltag 1.000 Dinge gibt, die einen von den Workouts ablenken. Ich gehe daher gern für kurze Einheiten ins Fitnessstudio. Das dauert in der Regel nicht länger als 30 Minuten.