Allen ist klar, dass übermäßiger Alkoholkonsum nicht gesundheitsfördernd ist. Doch der Lust auf einen entspannten Genussmoment sollte diese Tatsache nicht entgegen stehen. Bier hat schließlich mit ca. 3.000 Komponenten ein zehnfach größeres Aromen-Spektrum als Wein und – verantwortungsvoll genossen – leistet Bier durchaus einen Beitrag zur Gesundheit.

Viele wissenschaftlich fundierte Studien berichten über die positiven Wirkungen eines maßvollen Genusses: Bier stärkt das Immunsystem, Bier kann das Herzinfarktrisiko senken, Bier macht glücklich und Bier macht nicht zwangsläufig dick.

Doch genauso wichtig, wie die Zusammenhänge zwischen Inhaltsstoffen und Gesundheit zu betrachten, ist es, sich einzigartige Augeblicke des Genusses zu gönnen. Und solche Momente kennen wir alle: Nach getaner Arbeit ein kühles Bier genießen. Der Moment, wenn wir gemeinsam mit Freunden auf den Sieg der angefeuerten Mannschaft anstoßen. Oder einfach die innere Hitze nach dem Wenden des Grillgutes abkühlen. Plopp!

Mit der Kraft des eigenen Daumens geöffnet, rinnt das kühle Flens über die Zunge, perlt und hopft uns auf. Ein nahezu poetischer Moment, in dem jeder Mann dieses Glück spürt: das Gefühl, es geschafft zu haben. Übrigens: der macht-Bier-glücklich- Frage ist im Jahr 2013 ein Team um den Neurologen David Kareken der University of Indiana nachgegangen.

Die Forscher fanden heraus, dass nicht der Alkohol, sondern lediglich der Geschmack von Bier die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin auslösen kann. Demnach macht es also auch glücklich, ein alkoholfreies Flens zu trinken. Wohl bekomme es!

Rund ums Bier

„Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.“ (Benjamin Franklin) Dass Bier das beliebteste alkoholische Getränk der Deutschen ist, ist ja bekannt. Durchschnittlich 107 Liter Bier trank ein deutscher Mann im letzten Jahr. Vier wissenswerte und skurrile Details rund ums Lieblingsgetränk der männlichen Bundesbürger erfahren Sie hier.

Warmes Bier hilft bei Erkältung

Auch wenn es nicht so gut schmeckt wie ein gekühltes Bier aus dem Kühlschrank, soll warmes Bier gegen Erkältungen und auch beim Einschlafen helfen – natürlich nur in Maßen und nicht für Minderjährige. Wissenschaftlich bewiesen ist die Wirkung von Bier bei Krankheit oder Schlafproblemen nicht.

Das sehen unsere europäischen Nachbarn jedoch anders. In Polen und Tschechien kann Bier sogar vom Arzt verschrieben werden, beispielsweise bei Harnweginfektionen. Bier wirkt nämlich harntreibend und spült die Nieren, um Giftstoffe auszuschwemmen.

Die ersten Bierbrauer waren Frauen

Männer, ihr müsst jetzt ganz stark sein. Denn es ist bewiesen, dass die ersten professionellen Bierbrauer Frauen waren. Männern war es im alten Ägypten sogar verboten, Bier zu brauen oder zu verkaufen.

Über Geschmack lässt sich streiten

Weltweit gibt es Bier in den absurdesten Geschmacksrichtungen. So gibt es in Japan beispielsweise Gemüsebier mit Sellerie, Basilikum und Tomaten; in China Bambus-Bier; in Jamaika Bier aus Kokosnüssen; in den USA Bier mit Schokolade und Donuts.

Die perfekte Bierkrone

Der Bierschaum ist das i-Tüpfelchen jedes perfekt eingegossenen Bieres und wird auch die „Blume des Mannes“ genannt. Wenn die Krone nicht gelingt, schmeckt das Bier nur halb so gut. Beim Einschenken aus der Flasche gilt die Devise: schräg halten und langsam eingießen.

Zudem sollte kein Tropfen aus der Flasche verschwendet werden. Man sollte die Flasche am Ende zwischen den Händen drehen, um den restlichen Schaum zu lösen. Achtung: Wenn’s mit dem Schaum trotzdem nicht so ganz klappt, kann das auch am Versagen des Spülmittels liegen. Fett und Schmutz verhindern eine schöne Bierkrone. Um auf der sicheren Seite zu sein, gibt es im Fachhandel spezielles Spülmittel für Biergläser, damit das Krönchen perfekt sitzt.