Fragt man einen Mann nach seinem Befinden, bekommt man oft zu hören: „Ich bin total im Stress und habe wahnsinnig viel zu tun.“ Will heißen – es läuft super im Job und ich mache gerade so richtig Karriere.

Denn nur ein gestresster Mann, der überdurchschnittlich viele Stunden bei der Arbeit verbringt, kann ja schließlich erfolgreich sein – so die noch immer weitverbreitete Meinung. Dass der zunehmende Stress aber auch krank machen kann, zeigen die steigenden Burn-out-Zahlen.

Festzuhalten bleibt: Burn-out an sich ist keine Erkrankung, aber ein ernst zu nehmender Risikozustand. Die Gefahr eines länger anhaltenden Erschöpfungszustands besteht vor allem in dem damit einhergehenden erhöhten Risiko, zum Beispiel an einer Depression oder Angst- oder Suchtstörung zu erkranken.

Mögliche Anzeichen:

 

  • Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung: Die Betroffenen haben den Eindruck, dass sie ihre täglichen Aufgaben nicht mehr bewältigen können, fühlen sich überfordert und müde. Vielen fällt es zunehmend schwerer, nach der Arbeit "abzuschalten".
  • Nachlassende Leistungsfähigkeit: Die Arbeit gelingt nicht mehr so gut wie gewohnt. Es kommt zu Konzentrationsstörungen, Nervosität und Entscheidungsunfähigkeit.
  • Körperliche Symptome können sich beim Burn-out einstellen, für die der Arzt keine organische Ursache findet. Zum Beispiel Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme oder Rückenschmerzen.
  • Rückzug: Viele Burn-out-Betroffene igeln sich immer mehr ein. Sie geben Hobbys auf und vernachlässigen Partner und Freundeskreis.
  • Innere Leere, Sinnverlust: Die Freude am Alltag geht immer mehr verloren. Nichts macht mehr Spaß, alles ist anstrengend. Unzufriedenheit und Gleichgültigkeit machen sich breit. An die Stelle der ursprünglichen Begeisterungsfähigkeit tritt Zynismus, schließlich Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.

Prävention:

 

Um einem Burnout vorzubeugen, sollte man bei ersten Symptomen gegensteuern. Denn die wichtigste Methode ist die Prävention. Folgende Fragen sollte man sich dazu stellen: Welche Stressoren belasten mich? Wie gehe ich damit um? Gönne ich mir genug Ausgleich? Schaffe ich es, mich zu entspannen? Welche Bedürfnisse habe ich außerhalb der Arbeit? Was ist mir im Leben wichtig?