Dabei wird ein dünnes Endoskop durch die Harnröhre eingeführt und das Innere der Blase angeschaut. Im Endoskop befinden sich ein optisches System, welches das Bild über ein angeschlossenes Kamerasystem für den Mediziner auf einen Monitor transportiert, sowie ein Glasfaserlichtleiter, der über eine Lichtquelle für Licht in der Blase sorgt.

Kleine oder nur sehr flache in der obersten Schicht der Blasenwand wachsende Tumore sind jedoch oft mit einer solchen „Standard-Blasenspiegelung“ nicht erkennbar.

Mehr Sicherheit dank Photodynamischer Diagnostik (PDD)

Die PDD kann mehr Sicherheit geben und die Tumore in einem früheren Stadium sichtbar machen. Eine Flüssigkeit mit einem Tumormarker wird vor der Spiegelung in die Blase eingebracht. Die Zellen der Blasenwand nehmen die Flüssigkeit auf und wandeln diese in einen körpereigenen Farbstoff um. Tumorzellen nehmen diesen Farbstoff stärker auf als gesunde Zellen. Mit einem dafür ausgelegten Endoskop sowie einer spezifischen Lichtquelle wird dann bei der Blasenspiegelung auf „Blaulicht“ umgeschaltet.

Durch die veränderte Wellenlänge des Lichts und die fluoreszierende Eigenschaft des Farbstoffs in den Zellen werden Tumore sichtbar, welche es vorher nicht waren.

Das international agierende deutsche Medizintechnik-Unternehmen Richard Wolf widmet sich diesem diagnostischen Verfahren bereits seit über 20 Jahren. Mit dem neuen „System blue“, bei dem erstmals eine einzigartige PDD-Lichtquelle auf LED-Basis eingesetzt wird, kann ein Harnblasenkarzinom nun noch deutlicher vom gesunden Gewebe abgegrenzt werden.