Die häufigsten allgemeinen Ursachen sind eine Schwächung der Becken- oder Blasenmuskulatur, Blasen- und Harnwegsinfekte sowie starkes Übergewicht. Bei Frauen kommen zudem hormonell bedingte Ursachen wie Schwangerschaft und Wechseljahre infrage, Männer kann eine Inkontinenz auch als Folge einer Prostatavergrößerung (Prostatahyperplasie) durch die Verengung der Harnröhre ereilen.

Auch nach einer Prostatektomie (Prostataentfernung) bei einem Prostatakarzinom kann es zu einer Harninkontinenz kommen. Für eine effektive Behandlung ist es daher von zentraler Bedeutung, die genaue Ursache sowie die Situationen, in denen unfreiwillig Harn abgeht,
herauszufinden.

Harninkontinenz nicht immer auf Prostata zurückzuführen

Es wäre jedoch falsch, die Harninkontinenz beim Mann nur auf Prostataleiden zurückzuführen. Denn nicht selten stecken auch Erkrankungen wie Diabetes, Parkinson, Schlaganfall oder multiple Sklerose dahinter.

Männer mit Inkontinenz leiden, doch zum Arzt gehen die wenigsten. Fatal, denn Inkontinenz ist gut behandelbar, eine Nichtbehandlung kann starke Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen haben.

Harninkontinenz behandeln und verbessern

Neben Medikamenten ist eine Verbesserung von leichter bis mittlerer Harninkontinenz oftmals durch Veränderungen der Lebensführung zu erreichen: So ist es wichtig, etwaiges Übergewicht abzubauen. Auch auf eine genügende Trinkzufuhr sollte geachtet werden, wobei harntreibende Getränke wie Kaffee gänzlich zu meiden sind.

Darüber hinaus helfen spezielle Beckenbodenübungen, wieder mehr Kontrolle über den Harnabgang zu erlangen. In jedem Fall ist es sinnvoll, nicht auf herkömmliche Slipeinlagen zurückzugreifen, sondern spezielle Inkontinenzprodukte
zu verwenden.

Inkontinenzhilfsmittel speziell für Männer

Diskrete und speziell anatomisch geformte Männerprodukte helfen, den Urin aufzusaugen, ohne dass jemand etwas davon mitbekommt. Da immer mehr Männer auch optimal versorgt sein wollen, haben sich gerade die Hersteller auf Männer mit Harninkontinenz eingestellt.

Modernste Technologien im Inneren der Produkte absorbieren Urin schnell und zuverlässig, sodass kein Nässegefühl entsteht. Der gleiche Superabsorber sorgt übrigens auch dafür, dass keine unangenehmen Gerüche entstehen, man(n) ist also rundum optimal versorgt!

Vier Alltagstipps zum Umgang mit der Beckenbodenmuskulatur

Ein funktionierender Beckenboden bietet Schutz vor Blasenschwäche. Kleine Maßnahmen können helfen, die Beckenbodenmuskulatur zu trainieren und die Belastung zu mindern.

  • Haltung
  • Aufstehen
  • Körperliche Anstrengungen
  • Husten und Niesen

Haltung

Halten Sie sich aufrecht, vermeiden Sie einen krummen Rücken oder ein Hohlkreuz, sowohl im Sitzen als auch im Stehen. Bei einer inkorrekten Haltung wird der Beckenboden durch Druck der Bauchorgane unnötig belastet.

Aufstehen

Wenn Sie sich aus der Rückenlage erheben möchten, drehen Sie sich auf die Seite und setzten sich dann auf. Atmen Sie währenddessen aus und spannen gleichzeitig die Beckenbodenmuskulatur an.

Körperliche Anstrengungen wie Hochheben

Atmen Sie bei Anstrengungen wie dem Heben schwerer Lasten auf jeden Fall locker weiter, damit die Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur optimal zusammen arbeiten können. Auch das Heben aus gebeugten Knien und der Beinmuskulatur vermindert den Druck auf den Beckenboden.

Husten und Niesen

Schauen Sie beim Husten oder Niesen nach oben oder über die Schulter. Auch wenn dies im ersten Moment etwas ungewöhnlich klingt, so vermeiden Sie plötzlichen Druck im Bauch, der dann auf den Beckenboden drückt.