Mann betreibt viel lieber eine Reparaturmedizin, er geht also meist erst dann zum Arzt, wenn es wehtut. Frauen hingegen sind in etwa doppelt so häufig eher an Vorsorgemedizin interessiert, sie gehen vielmehr zum Arzt, um eben nicht ernsthaft krank zu werden.

Dabei ist Vorsorge auch für Männer gut: Wussten Sie zum Beispiel, dass Erektionsstörungen, wenn diese auf Gefäßerkrankungen wie die Arteriosklerose zurückgehen, ein früher Hinweis dafür sein können, dass Mann in den nächsten vier bis acht Jahren einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleiden oder sogar erblinden kann? Der Urologe oder spezialisierte Männerarzt ist in der Lage, mit der einfachen und schmerzfreien Doppler-Duplex-Sonografie am Penis ein entsprechendes Risikoprofil zu erstellen.

Der Mann braucht darüber hinaus auch keine Angst zu haben, sich bei Erektionsproblemen so früh wie möglich an einen Arzt zu wenden, denn mittlerweile muss in den Industrienationen eigentlich keiner mehr unter Erektionsstörungen leiden. Beim Männerarzt gibt es neben einer umfangreichen Diagnostik der Nerven mittels Biothesiometrie auch eine Möglichkeit, die Potenzmuskelkraft anhand eines EMGs zu ermitteln, das die elektrischen Signale der Penis- und Beckenbodenmuskulatur misst.

Nicht zu vergessen sind zudem die männliche Psyche und die mentale Gesundheit des Mannes.

Weiß der Arzt schließlich, woran es dem Mann und seinem besten Stück fehlt, lassen sich daraus medikamentöse oder operative Maßnahmen ableiten und entsprechende Trainingsprogramme erstellen, um die Manneskraft nachhaltig zu stärken. Wichtig ist aber immer: Keine Therapie ohne Diagnostik!

Besonders wichtig für die Männergesundheit sind ferner eine lebenslange körperliche Aktivität und ein gesunder Lebensstil. Wer dies beherzigt, wird es sehr wahrscheinlich schaffen, 20 Jahre lang 40 Jahre alt zu sein und sich eine gewisse geistige, körperliche und sexuelle Gesundheit zu bewahren.

Dafür bedarf es auch keiner großen Mühen. Sie müssen keinesfalls zum Ironman werden, um dies im Leben zu erreichen. Teilweise genügen bereits kleine Trainingsprogramme, die, regelmäßig angewendet, einen tollen Effekt auf die Männergesundheit haben. Die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. hat hierzu beispielsweise ein dreiminütiges Trainingsprogramm entwickelt, das Mann lediglich dreimal wöchentlich durchführt.

Doch trotz des häufigen Fokus auf ihren Penis und ihre Manneskraft sollten Männer nicht vergessen, dass Männergesundheit noch weitaus mehr umfasst. Zu einer guten Vorsorgemedizin gehört der regelmäßige Check-up der Prostata, die sich gerade mit zunehmendem Alter wortwörtlich zum wunden Punkt des Mannes auswächst. Ebenso sind Männer nicht selten vom Darm- oder Lungenkrebs betroffen. Vor allem junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren denken zumeist noch nicht an Tumorerkrankungen und fühlen sich jung, stark und mit einer „unverwundbaren“ Gesundheit ausgestattet. Doch sind es gerade diese jüngeren Männer, die vom Hodenkrebs getroffen werden können. Frühzeitig erkannt, ist dieser jedoch heute in der Regel sehr gut heilbar.

Nicht zu vergessen sind zudem die männliche Psyche und die mentale Gesundheit des Mannes. Stress und berufliche wie private Herausforderungen spielen heutzutage eine immer größer werdende Rolle für das Allgemeinbefinden. Deshalb, liebe Männer, kümmert euch nicht nur um euren Penis, sondern mit ebenso viel Einsatz um euer mentales Wohlergehen. Auf diese Weise und mit regelmäßiger Vorsorge fügt ihr eurem Leben nicht nur mehr Tage hinzu, sondern werdet an den gewonnenen Tagen sogar mehr Leben erfahren.