Doch es ist bewiesen: Nicht nur der Ausbruch der Erkrankung verläuft bei Frauen anders als bei Männern. Auch wenn generell dreimal mehr Frauen als Männer an Rheuma erkranken und dies im Schnitt rund zehn Jahre früher, sollten Männer diese Krankheit keineswegs vernachlässigen.

Frauen klagen zwar viel häufiger über Gelenkschmerzen, aber Forscher vermuten, dass dieses auch daran liegen mag, dass Frauen grundsätzlich schmerzempfindlicher sind und dass außerdem unter Männern immer noch die Devise herrscht: Ein Mann kennt keinen Schmerz und jammert erst recht nicht darüber. Deshalb vermutet man, dass die Dunkelziffer von an Rheuma erkrankten Männern erheblich höher sein muss, da bei vielen die Krankheit gar nicht erst erkannt und diagnostiziert wird.

Eine Rheumaart, die früher im Volksmund als „Männerrheuma“ bezeichnet wurde, ist Morbus Bechterew, die langsame Versteifung der Wirbelsäule. Mittlerweile weiß man aber, dass die Verteilung auf Frauen und Männer etwa fünfzig zu fünfzig beträgt, jedoch schreitet die Versteifung bei Frauen etwas langsamer voran.