Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern.

Wird Prostatakrebs in einem frühen, gut behandelbaren Stadium entdeckt, bestehen gute Heilungschancen. Therapiestandard im fortgeschrittenen Stadium des Prostatakarzinoms ist seit vielen Jahren die Hormonentzugstherapie. Mit dieser wird das männliche Geschlechtshormon, das Testosteron, in den sogenannten Kastrationsbereich abgesenkt.

Ziel einer Hormontherapie ist es, das Prostatakarzinom zu verkleinern und Beschwerden die durch die Erkrankung bedingt sind, zu lindern.

Schadstoffarme Lebensmittel sind wichtig

Neben der ausführlichen Beratung eines Urologen sprechen Experten Empfehlungen zur gesunden Ernährung bei fortgeschrittenem Prostatakrebs aus, welcher mit einer Hormontherapie behandelt wird. Diese Diät wird dann bedarfsgerecht mit dem Patienten abgestimmt.

Prof. Dr. med. Bernd Schmitz-Dräger, Facharzt für Urologie, erklärt: „Grundsätzlich ist es ratsam, auf eine ausgewogene, vollwertige Ernährung zu achten und auf Lebensmittel zurückzugreifen, die mit möglichst wenigen Schadstoffen belastet sind. Vollwertkost erfüllt die Regeln für eine ausgewogene Ernährung auf schmackhafte Weise und mit gesundem Genuss.“

Sport gegen die Monotonie

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass es Betroffenen durch regelmäßige Bewegun besser geht. Dr. Freerk T. Baumann vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln kommentiert: „Körperliche Aktivität stellt für die Betroffenen einen Ausweg aus dem Teufelskreis der Inaktivität dar und kann die unerwünschte Folgen der medizinischen Therapie reduzieren.

Die körperliche Fitness nimmt zu, hingegen Müdigkeit und Erschöpfung ab. Die körperliche Aktivität wirkt auch auf der psychischen Ebene, indem neues Selbstvertrauen vermittelt wird und psychische Beeinträchtigungen wie beispielsweise Depressionen und Ängste überwunden werden können. Insgesamt beobachten wir eine grundlegende Verbesserung der Lebensqualität, wenn Patienten ihr körperliche Aktivität steigern.“

Liebe zur Genesung

Für viele Patienten ist eine Behandlung wegen einer Prostatakrebserkrankung meist auch ein Eingriff in die Sexualität. Viele Männer sind unsicher im Umgang mit dem veränderten Körper, zumal sich sowohl eine Operation oder eine Bestrahlung als auch die Hormontherapie auf das sexuelle Erleben auswirken kann. Nicht nur jüngere Männer haben darunter zu leiden, auch für ältere Männer und Senioren kann die Beeinträchtigung des Liebeslebens ein Problem darstellen.

Sprechen Sie offen mit Ihrer Partnerin über Ihre Ängste und Zweifel – und sprechen Sie vor allem mit Ihrem Arzt, welche medizinischen Möglichkeiten es für Sie gibt. Denn neben den erforderlichen Behandlungsmöglichkeiten gilt Liebe, Nähe und Zärtlichkeit immer noch als das beste Genesungsmittel der Welt.