Der Kostenvoranschlag für den Kunden muss noch raus, der Chef hat schon dreimal nach der Präsentation für das morgige Meeting gefragt, im Postfach warten 159 Mails darauf, gelesen zu werden, die Hemden müssen noch zur Reinigung gebracht werden. Und in einer Stunde möchte die Tochter von ihrer Freundin abgeholt und danach bespaßt werden. Ist das auch für Sie ein ganz normaler Tag? Kein Wunder, dass vermehrt auch Männer ein Gefühl von „Ich kann nicht mehr“ oder „Ich schaffe es nicht“ haben.

Die äußeren Rahmenbedingungen werden sich nicht ändern. Das bedeutet, wir müssen uns anpassen, um dauerhaft gesund und leistungsfähig zu bleiben. Dabei helfen die folgenden zehn Tipps:

Verzicht auf Multitasking

Multitasker haben eine deutlich geringere Aufmerksamkeitsspanne und Fähigkeit, von einer Aufgabe zur anderen zu wechseln. Erledigen Sie erst eine Aufgabe, bevor Sie mit der nächsten beginnen.

Setzen Sie Prioritäten

Ordnen Sie Ihre Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit. Wichtige UND dringliche Aufgaben erledigen Sie sofort. Unwichtige, aber dringliche Aufgaben erledigen Sie später oder geben sie ab. Wichtige, NICHT dringende Aufgaben notieren Sie sich und erledigen sie später. Unwichtige und nicht dringliche Aufgaben lassen Sie komplett sein.

To-do-Listen schreiben

Notieren Sie die wichtigsten Aufgaben vorab auf einer To-do-Liste. Dann ist es einfacher, ablenkungsfrei zu arbeiten. Machen Sie das bereits am Vorabend, werden Sie auch abends entspannter sein und besser schlafen.

Handy-, Tablet- und Laptop-Nutzung reglementieren

Heavy User gucken über 200-mal am Tag auf ihr Handy. Da ist Abschalten nahezu unmöglich. Besser sind Regeln, wann und wie Sie die Geräte zur Abfrage und Beantwortung von Mails oder dem Surfen im Internet nutzen. Vielleicht alle 60 Minuten für zehn Minuten? Oder dreimal am Tag zu festen Zeiten?

Aufschieberitis vermeiden

Unangenehme Dinge schieben wir gerne auf. Geschieht das zunehmend, wirkt sich das negativ auf die Problemlösekompetenz aus. Diese ist bei über 40 Prozent der Erwachsenen in Deutschland nicht mehr ideal ausgeprägt. Am Ende dieses Prozesses steht ein Gefühl von absoluter Hilflosigkeit. Achten Sie deshalb darauf, auch unangenehme Aufgaben zu erledigen.

Erwartungen als Wunsch formulieren

Wenn Sie Erwartungen als Wunsch oder Hoffnung formulieren, nehmen Sie den Themen einen gewissen Druck. Es ist dann einfacher zu verkraften, wenn sie nicht in Erfüllung gehen.

Machen Sie Pausen

Wir funktionieren am besten im Wechsel von Anspannung und Entspannung. Deshalb sind regelmäßige Pausen wichtig. Probieren Sie doch mal die Pomodoro-Technik. Dabei machen Sie nach jeweils 25 Minuten eine fünfminütige Pause. Nach vier Teilabschnitten machen Sie eine Pause von 15 bis 20 Minuten.

Lassen Sie Arbeit Arbeit sein

Wie beim Sport ist die Regenerationsphase zwischen den Einheiten wichtig. Nutzen Sie bewusst die Pausen zwischen Arbeit und Arbeit.

Trainieren Sie Ihre Entspannungsfähigkeit

Kreisen Ihre Gedanken auch im Privatleben häufig um Arbeitsthemen? Die Fähigkeit zu entspannen ist häufig nicht mehr gut ausgeprägt und sollte trainiert werden. Ob das über sportliche Aktivitäten, Hobbys oder Entspannungstechniken gelingt, muss jeder individuell für sich herausfinden.

Gönnen Sie sich Genuss

Auf dem Weg in das Burn-out verlieren Betroffene ihre Genussfähigkeit. Sie erleben eigentlich schöne Dinge wie durch einen grauen Schleier. Dabei ist Genuss für unser Wohlbefinden sehr wichtig. Gönnen Sie sich also regelmäßig etwas Gutes, belohnen
Sie sich selbst.