Professor Frank Sommer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. (DGMG), begrüßt es sogar, wenn Männer bis ins hohe Alter sexuell aktiv sind, denn das erhält die Gesundheit.

Männer um die 45 sind in der Regel sexuell sehr aktiv, wie aus der German Male Sex-Study (GMS) hervorgeht. Demnach gaben rund 86 Prozent der heterosexuellen Männer an, in den letzten drei Monaten Sex gehabt zu haben, ebenso verhielt es sich bei Männern, die Sex mit Männern haben.

Interessant ist darüber hinaus, dass wohl auch die Masturbation noch immer zum alltäglichen Repertoire von 45-jährigen Männern zählt und keinesfalls nur Teenagern und jungen Männern vorbehalten ist. Singles mittleren Alters erreichen hierzulande Quoten um die 90 Prozent innerhalb der vergangenen drei Monate – und dies unabhängig von ihrer sexuellen Identität.

Hinweise darauf, dass sexuelle Aktivität bis ins hohe Alter die Gesundheit fördert, gibt es bereits seit vorchristlicher Zeit.

Auf der anderen Seite aber haben Männer jenseits der 45 bereits mit einem altersbedingten Abbau des Testosteronspiegels im Blut zu kämpfen. „Jährlich verliert Mann dann circa ein Prozent seines Powerhormons, was gesundheitliche Probleme, wie beispielsweise Müdigkeit, Gewichtszunahme bis hin zu Erektionsstörungen und Depressionen, verursachen kann. Sport, ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und ein lebendiges Sexleben verlangsamen diesen natürlichen Prozess aber deutlich“, erklärt Prof. Dr. med. Frank Sommer, Präsident der DGMG, und zeigt damit einfache und durchaus kurzweilige Möglichkeiten für Männer auf, sich ganz natürlich noch länger fit zu halten.

Hinweise darauf, dass sexuelle Aktivität bis ins hohe Alter die Gesundheit fördert, gibt es bereits seit vorchristlicher Zeit. Schon die alten Chinesen sahen ihren Penis als den sogenannten „Urmuskel“ an. Wie jeden anderen Muskel kann man den Penis deshalb auch gut trainieren, so die Idee der alten Meister. „Mit dieser Sichtweise lagen die Chinesen gar nicht so falsch, obwohl wir heute natürlich wissen, dass der Penis anatomisch betrachtet gar kein Muskel ist“, schätzt Professor Sommer ein.

Eine belgische Studie an mehr als 1.700 Männern, die Sex mit Männern haben, stützt dennoch diese Trainingstheorie. Denn: Sexuelle Aktivität kann zu weniger Erektionsstörungen führen. Zwar litten, wie zu erwarten, gerade ältere Studienteilnehmer um die 60 Jahre sehr viel häufiger unter Erektionsproblemen als jüngere Männer. Jedoch stärkte eine stabile Partnerschaft in Kombination mit regelmäßigem Sex die Erektionsfähigkeit des Penis spürbar.

Quellen: Angerer H, 68. Kongress der DGU 2016, Vortragssitzung vom 30.09.2016, Leipzig; Vansintejan J et al., The GAy MEn Sex StudieS (GAMESS): erectile dysfunction among Belgian gay men, International Journal of General Medicine 2013; 6: 527-534

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